SCHIFFSBETEILIGUNGEN AUF EINEN BLICK

 Bei einer Schiffsbeteiligung investieren Anleger in ein oder mehrere Schiffe und beteiligen sich damit direkt an deren wirtschaftlichem Erfolg. Die Investition kann sich sowohl auf den Bau als auch auf den Erwerb und den Betrieb eines Schiffes beziehen.

 

Ziel ist es, Erträge aus dem laufenden Betrieb sowie aus einem möglichen späteren Verkauf des Schiffes zu erzielen. Schiffsbeteiligungen sind daher unternehmerische Investments, die sowohl Chancen auf attraktive Renditen als auch entsprechende Risiken beinhalten.

 

Die Struktur der Beteiligung basiert meist auf einer Kombination aus Eigen- und Fremdkapital, wobei Banken häufig einen Teil der Finanzierung übernehmen.

 

Die Einnahmen entstehen überwiegend durch die Vermietung des Schiffes an eine Reederei. Aus diesen Chartereinnahmen werden die laufenden Kosten, Finanzierungen und Zinsen bezahlt. Überschüsse können als Ausschüttungen an die Anleger ausgezahlt werden.

 

Zusätzlich profitieren Anleger von einem möglichen Verkaufserlös des Schiffes am Ende der Laufzeit. Besonders attraktiv kann dieser ausfallen, wenn die Beteiligung antizyklisch – also in einer Marktphase mit niedrigen Einstiegspreisen – eingegangen wurde und sich die Marktbedingungen später positiv entwickeln.

 

Der Markt für Schifffahrt ist zyklisch und wird stark von der weltweiten wirtschaftlichen Entwicklung sowie dem internationalen Handel beeinflusst.

 

Schiffsbeteiligungen unterliegen hohen unternehmerischen Risiken. Dazu zählen insbesondere schwankende oder wegfallende Einnahmen aus dem Chartermarkt sowie mögliche Wertveränderungen der Schiffe. Für den Fall aller Fälle kann man sein eingesetztes Kapital verlieren (Totalverlustrisiko).

 

 

 

AUSGEWÄHLTE SCHIFFSBETEILIGUNGEN- UND INVESTMENTS

  • Schiffsbeteiligungen sind in der Regel mittel- bis langfristige Investitionen mit Laufzeiten von meist etwa 5 bis 20 Jahren.
  • In besonders positiven Marktphasen konnten bereits zurückgezahlte Beteiligungen bereits nach rund 12 bis 48 Monaten erfolgreich abgeschlossen und mit sehr attraktiven Verkaufserlösen veräußert werden.
  • Das Investitionsobjekt kann bereits konkret feststehen – beispielsweise ein bestimmtes Schiff – oder als sogenannter „Blind Pool“ konzipiert sein, bei dem die konkreten Investitionen erst zu einem späteren Zeitpunkt ausgewählt werden.
  • Grundsätzlich wird zwischen verschiedenen Schiffstypen unterschieden, darunter Containerschiffe, Massengutfrachter (Bulker), Tanker (z.B. Rohöl-, Produktentanker), Mehrzweckschiffe sowie Spezialschiffe, etwa LPG Gastanker, Plattformversorger etc..
  • Entweder handelt es sich um Schiffs-Neubauten (tendenziell mittel- bis langfristige Investments) oder um gebrauchte Schiffe (tendenziell kurz- bis langfristige Investments).

 

 

STRUKTUR VON SCHIFFSBETEILIGUNGEN

  • Der Anleger beteiligt sich als Kommanditist an einer Fondsgesellschaft. Es handelt sich damit um eine unternehmerische Beteiligung mit entsprechenden Chancen und Risiken.
  • Die Anleger werden direkt an den wirtschaftlichen Ergebnissen der Gesellschaft beteiligt. Ein Anspruch auf eine feste Verzinsung besteht nicht.
  • Die Haftung ist grundsätzlich auf die eingebrachte Einlage beschränkt, kann jedoch durch erhaltene Auszahlungen wirtschaftlich wieder aufleben. Im ungünstigsten Fall kann es zu einem Totalverlust des eingesetzten Kapitals kommen.
  • Ein vorzeitiger Verkauf der Beteiligung ist unter Umständen über Zweitmärkte möglich, wobei die Handelbarkeit oft sehr eingeschränkt sein kann.
  • Die Beteiligung kann in der Regel nur innerhalb eines bestimmten Zeichnungszeitraums erworben werden und wird nach erfolgreicher Platzierung geschlossen.

 

 

WICHTIGE PARTNER BEI SCHIFFSBETEILIGUNGEN

  • Initiator / Emissionshaus: Konzipiert und strukturiert die Beteiligung und tritt häufig auch als Komplementär der Gesellschaft auf. Bei Private Placements ist oftmals die Reederei selbst auch die Initiatorin.
  • Komplementär / Geschäftsführung (oft Reederei): Übernimmt die operative Geschäftsführung der Beteiligungsgesellschaft und verantwortet in vielen Fällen auch die laufende Steuerung des Schiffsbetriebs.
  • Anleger (Kommanditisten): Stellen das Eigenkapital zur Verfügung und sind als Gesellschafter an der wirtschaftlichen Entwicklung der Beteiligung beteiligt.
  • Banken (Fremdkapitalgeber): Stellen einen Teil der Finanzierung bereit und ergänzen damit das Eigenkapital der Anleger.
  • Treuhandgesellschaft (optional): Kann die Beteiligung der Kommanditisten verwalten und administrative Aufgaben im Zusammenhang mit der Beteiligung übernehmen.
  • Reederei: Verantwortlich für die technische und/oder kaufmännische Bereederung des Schiffes sowie in vielen Fällen für die Vercharterung bzw. Befrachtung.
  • Charterer / Befrachter: Nutzt das Schiff auf Basis vertraglicher Vereinbarungen und sorgt damit für die laufenden Einnahmen durch Charterraten.

 

 

RECHTLICHER RAHMEN BEI SCHIFFSBETEILIGUNGEN

Anleger werden je nach Ausgestaltung der Beteiligung entweder als Kommanditisten direkt im Handelsregister eingetragen oder beteiligen sich mittelbar über einen Treuhänder, sodass in diesem Fall keine unmittelbare Eintragung im Handelsregister erfolgt.

 

 

Bei Publikumsfonds besteht in der Regel eine gesetzliche Prospektpflicht, die dazu dient, wesentliche Informationen zur Beteiligung transparent darzustellen.

 

Der regulatorische Rahmen für Schiffsbeteiligungen ist insgesamt vergleichsweise offen ausgestaltet. Anbieter benötigen in vielen Fällen keine gesonderte staatliche Erlaubnis; zudem bestehen keine einheitlichen Vorgaben hinsichtlich der konkreten Strukturierung von Fonds oder der Auswahl der Investitionsobjekte.

 

Die steuerliche Behandlung erfolgt grundsätzlich im Rahmen der sogenannten Tonnagesteuer. Unter bestimmten Voraussetzungen können daraus resultierende Erträge – einschließlich laufender Ausschüttungen und möglicher Verkaufserlöse – steuerlich begünstigt sein.

 

Eine individuelle steuerliche Prüfung bleibt jedoch im Einzelfall erforderlich.

 

 

 

ALLGEMEINE RISIKEN BEI SCHIFFSBETEILIGUNGEN

Schiffsbeteiligungen sind unternehmerische Beteiligungen, die mit erheblichen Chancen, aber auch mit vielfältigen Risiken verbunden sind. Die wirtschaftliche Entwicklung einer Beteiligung hängt von einer Vielzahl externer Faktoren ab, die nur teilweise oder gar nicht beeinflusst werden können.

 

 

Ein wesentlicher Risikofaktor ist die Entwicklung der Weltwirtschaft und des internationalen Welthandels. Veränderungen der globalen Nachfrage nach Transportleistungen, der Auslastung von Schiffen sowie der erzielbaren Charterraten können sich unmittelbar und deutlich auf die Einnahmesituation einer Beteiligung auswirken. Die Schifffahrtsmärkte sind erfahrungsgemäß zyklisch und können erheblichen konjunkturellen Schwankungen unterliegen.

 

Zusätzlich können Währungsschwankungen die wirtschaftliche Entwicklung der Beteiligung beeinflussen, insbesondere wenn Einnahmen, Kosten oder Finanzierungen in unterschiedlichen Währungsräumen erfolgen.

Auch regulatorische und gesetzliche Änderungen, insbesondere im Bereich Umwelt-, Emissions- und Sicherheitsvorschriften, können während der Laufzeit zu zusätzlichen, teilweise nicht vorhersehbaren Investitions- oder Betriebskosten führen.

 

Darüber hinaus sind steuerliche Rahmenbedingungen ein wesentlicher Unsicherheitsfaktor. Änderungen der steuerlichen Gesetzgebung, der Verwaltungspraxis oder der individuellen steuerlichen Situation des Anlegers können dazu führen, dass die ursprünglich erwarteten steuerlichen Effekte – einschließlich möglicher Begünstigungen im Rahmen der Tonnagesteuer – nicht oder nur teilweise eintreten. Eine individuelle steuerliche Beratung ist daher grundsätzlich erforderlich.

 

Neben diesen spezifischen Risiken bestehen allgemeine unternehmerische Risiken, die mit der Struktur der Beteiligung verbunden sind. Hierzu zählen insbesondere das Risiko eines teilweisen oder vollständigen Verlusts des eingesetzten Kapitals sowie mögliche Einschränkungen der Handelbarkeit während der Laufzeit.

Eine Veräußerung der Beteiligung vor dem geplanten Laufzeitende ist unter Umständen nur eingeschränkt oder zu wirtschaftlich ungünstigen Konditionen möglich. Zudem kann die tatsächliche wirtschaftliche Entwicklung erheblich von den ursprünglichen Prognosen abweichen.

 

Zudem können weitere, derzeit nicht bekannte oder nicht vorhersehbare Risiken bestehen, die die wirtschaftliche Entwicklung der Beteiligung negativ beeinflussen können.

 

Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass sämtliche maßgeblichen Informationen zu Chancen und Risiken der jeweiligen Beteiligung den entsprechenden Verkaufsunterlagen, insbesondere dem Emissionsprospekt bzw. der Investitionsbeschreibung, zu entnehmen sind. Diese enthalten eine vollständige Darstellung der relevanten Risiken und sind Grundlage jeder Investitionsentscheidung.

 

Die von der KHN Kontorhaus Nord vermittelten Beteiligungsangebote richten sich ausschließlich an sehr erfahrene Anleger im Bereich der Schiffsbeteiligungen, die mit den wirtschaftlichen, rechtlichen und steuerlichen Rahmenbedingungen dieser Anlageklasse vertraut sind.

 

Schiffsbeteiligungen sind ausschließlich für Anleger geeignet, die bereit und in der Lage sind, entsprechende Risiken bis hin zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals zu tragen.

 

 

 

Ausführliche und verbindliche Informationen zu den Chancen und Risiken der jeweiligen Beteiligungen entnehmen Sie bitte ausschließlich den aktuellen Produktbeschreibungen und Emissionsprospekten.